fotobezogen
#prääker
#präker ist ein Versuch, die Gegenwart als brüchiges Konstrukt sichtbar zu machen – eine Realität, die durch Narrative stabilisiert wird, während ihre Grundlagen längst unsicher geworden sind.
#präker ist als visuelles und textliches System angelegt, das die Diskrepanz zwischen wahrgenommener Stabilität und tatsächlicher Fragilität untersucht.
Ausgangspunkt ist die Annahme, dass wir in einer illusionstragenden Gesellschaft leben:
Strukturen erscheinen stabil, funktionieren jedoch nur durch permanente Kompensation, Verlagerung und Ausblendung von Risiken.
Das Projekt arbeitet entlang von drei zentralen Ebenen:
1. Sichtbarkeit vs. Unsichtbarkeit
Was bleibt verborgen, damit Systeme funktionieren?
Welche Prozesse, Abhängigkeiten und Brüche werden nicht gezeigt?
2. Vertrauen vs. Kontrolle
Wie entsteht Vertrauen in Systeme (Infrastruktur, Politik, Märkte)?
Und wie lässt sich überprüfen, ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist?
3. Realität vs. Narrativ
Welche Bilder von Welt werden produziert – und was verdecken sie?
Formal operiert #präker über:
fotografische Serien (Fragment, Detail, Bruch)
kurze Texte / Fragen / Thesen
Interviews als Reflexionsraum
Sequenzen statt abgeschlossener Werke
Dabei geht es nicht um Erklärung, sondern um Destabilisierung von Gewissheit.
#präker versteht sich als eine Art Stress-Test der Gegenwart:
Nicht um Lösungen zu liefern, sondern um sichtbar zu machen, wo Systeme bereits prekär sind.